WordPress installieren – Eine kurze Einleitung:

Ich kann mich noch gut daran erinnern: als ich zum ersten Mal WordPress installieren wollte und vor Datenbanken, FTP-Programmen und config.php’s saß, habe ich kurz mal an mir gezweifelt. Von allen Seiten hört man, wie uuuunglaublich einfach es ist WordPress zu installieren. Ganz leicht. Ist in 5 Minuten fertig. Steht so auch auf der offiziellen WordPress Seite…. (Link: Original Anleitung zur WordPress Installation)

„Bei den meisten Installationen verhält sich WordPress derartig unkompliziert, daß der Vorgang vom Download bis zum Bloggen gemütliche 5 Minuten oder weniger benötigt. Bevor du aber beginnst, überprüfe, ob der Server auf dem WordPress laufen soll, auch alle Voraussetzungen dafür mitbringt.“

„Oder weniger…“

Das kann ja stimmen – vorausgesetzt man hat in seinem Leben schon einmal was von Datenbanken und dem ganzen anderen Kram gehört und weiß, wie man damit umgeht. Dann geht‘s bestimmt super schnell. Wenn es euch so geht wie mir am Anfang und ihr ein großes ? vor eurem inneren Auge seht, dann seid ihr hier genau richtig.

Also ich würde sagen, dass wir einfach mal anfangen und uns Schritt für Schritt dem Ziel nähern. Dieser Ansicht hier:

WordPress installieren - WordPress Dashboard nach einer frischen Installation

WordPress installieren – Voraussetzungen für eine erfolgreiche WordPress Installation:

1. Webspace inkl.

  • 1.1 Datenbank
  • 1.2 FTP-Zugang
  • 1.3 PHP-Version 5.2.4 oder höher
  • 1.4 MySQL-Version 5.0 oder höher
  • 1.5 Das Apache mod_rewrite Modul, für „schönere URLs“

2. Domain

(Link: Original Voraussetzungen Seite von WordPress)

Klingt alles schon wieder so kryptisch? Ich versuch‘s mal zu vereinfachen:

1. Webspace
Es kommt hier drauf an was ihr vorhabt. Bei einem textbasierten Blog mit wenigen Bildern braucht ihr wahrscheinlich nur Speicherplatz im MB-Bereich. Ein Portfolio eines Fotografen mit vielen (und großen) Fotos bedarf da dann schon weitaus mehr. Bis zu 10 GB sollten für eine „normale“ Website ausreichend sein. Achtet aber darauf, dass Datenbanken und FTP-Zugänge im Paket mit inbegriffen sind. Es gibt durchaus Pakete bei einigen Anbietern, in denen diese Dinge nicht inbegriffen sind.
1.1 Datenbank
Eine Datenbank dient euch zur elektronischen Datenverwaltung. Wie Frankreich oder das FBI hat eine Datenbank einen Leitsatz, der aus drei Worten besteht: Effizienz, Dauerhaftigkeit, Widerspruchsfreiheit. ;o) Die Datenbank zeigt sowohl dem Anwender, als auch den Anwendungsprogrammen Datenbestände bedarfsgerecht an.
1.2 FTP-Zugang
FTP oder das File Transfer Protocol ist ein Netzwerkprotokoll zur Übertragung von Dateien über ein IP-Netzwerk. Ihr könnt damit Dateien herunterladen (vom Server zum Client), Dateien hochladen (vom Client zum Server) oder Dateien „austauschen“.
1.3 PHP
PHP ist eine Abkürzung und steht für „Hypertext Preprocessor“ oder ursprünglich „Personal Home Page Tools“. PHP ist eine Skriptsprache (Programmiersprache), angelehnt an die Syntax von C oder Pearl. Die PHP Skriptsprache wird hauptsächlich dafür verwendet, um dynamische Webseiten und Webanwendungen zu erstellen.
1.4 MySQL
MySQL ist eines der beliebtsten und meist verbreitetsten relationalen Datenbankverwaltungssysteme. Solch eine Datenbank dient dazu, elektronische Daten in Computersystemen zu verwalten. Siehe auch Punkt 1.1 Datenbank.
1.5 Apache mod_rewrite Modul

Wie der Name schon sagt, schreibt dieses Modul etwas um (engl.: rewrite – „umschreiben“). Ganz einfach gesagt ist diese sogenannte „Rewrite-Engine“ (jaaaah, Umschreibe-Maschine :D) dafür da, um nach außen hin ein Schema zur Adressierung zur Verfügung zu stellen, das unabhängig bleibt von inneren Faktoren. Noch einfacher: „Egal“ was ihr ändert, eure Permalinks bleiben gleich. (Beispiel für einen Permalink: https://tutfox.de/blog)

Natürlich sind das jetzt nur ganz kurze Beschreibungen. Mir geht es darum, dass ich euch so wenige Fragezeichen wie möglich hinterlasse.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob euer Anbieter diese Voraussetzungen erfüllt, dann könnt ihr euch bestimmt bei dem jeweiligen Anbieter erkundigen (Service-Hotlines oder Service-Mails).

Wenn ihr noch keinen Hosting-Anbieter habt, dann macht euch auf jeden Fall im Vorhinein schlau, ob euer gewünschter Hoster auch alle Voraussetzungen erfüllt, damit ihr WordPress unkompliziert & einfach installieren könnt.

WordPress installieren – Vorbereitungen:

Diesen Schritt könnt ihr auch übergehen und die Dinge erst dann machen, wenn ihr sie wirklich braucht. Aber nach den Jahren ist das einfach meine Routine geworden und deswegen geb ich euch das jetzt so mit.

Bevor ich irgendwas mache, lege ich mir erstmal meine Datenbank und einen FTP Zugang an und erstelle die Passwörter. Das schreibe ich mir alles auf und lege es mir zurecht, weil ich beides gleich brauchen werde. Ist für mich so angenehmer, könnt ihr wie gesagt aber auch erst dann machen, wenn’s gefragt ist.

WordPress installieren - Eine Datenbank im Kundenbereich von Strato anlegen
WordPress installieren - Einen FTP-Zugang im Kundenbereich von Strato anlegen

WordPress installieren – Schritt 1: Der Download

Geht auf folgende Seite https://de.wordpress.org/txt-download/ und drückt auf den Download Button. Danach speichert ihr die .zip-Datei ab. Fertig ist Schritt 1. So einfach kann es gern weitergehen, oder?!

Tipp: Wenn ihr die ganz normale deutschsprachige WordPress Datei installiert, dann erhaltet ihr eine informelle Sprachdatei. Das heißt, dass ihr bei allen Aktionen mit „Du“ angesprochen werdet. Früher musste man eine ZIP mit formeller Sprachdatei gesondert herunterladen, um in der Sie-Form angesprochen zu werden. Heute kann man das selbst ganz einfach im WordPress Dashboard unter Einstellungen -> Allgemein -> Sprache -> Deutsch (Sie) einstellen.

WordPress installieren - Die Downloadseite für WordPress auf deutsch
WordPress installieren - WordPress auf deutsch herunterladen

WordPress installieren – Schritt 2: .zip-Datei öffnen und entpacken

Als Nächstes müsst ihr einfach nur in euren Download-Ordner schauen, die WordPress .zip-Datei finden und diese entpacken.

Ich arbeite mit 7-Zip und kann einach nach einem Rechtsklick auf den zip-Ordner „hier entpacken“ klicken oder einen Ordner meiner Wahl aussuchen, in den die entpackte Datei dann gelegt wird.

Hier der Link zu 7-Zip: http://www.7-zip.de/

WordPress installieren - Der gezippte WordPress Ordner im lokalen Downloads Ordner
WordPress installieren - Die Arbeitsschritte um den WordPress Ordner mit 7-Zip zu entpacken
WordPress installieren - Der entpackte WordPress Ordner im lokalen Download Ordner

WordPress installieren – Schritt 3: Unnötige Dateien entfernen

So sieht das Ganze dann aus, wenn ihr den WordPress Ordner entpackt und geöffnet habt

index.php
license.txt
liesmich.html
readme.html
wp-activate.php
wp-admin
wp-blog-header.php
wp-comments-post.php
wp-config-sample.php
wp-content
wp-cron.php
wp-includes
wp-links-opml.php
wp-load.php
wp-login.php
wp-mail.php
wp-settings.php
wp-signup.php
wp-trackback.php
xmlrpc.php

Tipp: Ich habe oft gelesen, dass es empfohlen wird license.txt, liesmich.html und readme.html direkt zu entfernen (für euch oben dick markiert). Warum? Je nach Crawler-Technik können die Bots so nicht mehr direkt darauf schließen, dass ihr WordPress benutzt. Aber das bleibt euch überlassen.

WordPress installieren - Die Inhalte des WordPress Ordners ohne Anpassungen
WordPress installieren - license.txt, liesmich.html und readme.html markiert zum löschen

WordPress installieren – Weitere Dateien, die nur Platz wegnehmen entfernen

Ihr habt nun die Möglichkeit weitere Dateien zu entfernen, die nur Platz wegnehmen und – aus meiner Sicht – später nicht mehr gebraucht werden. Es gilt ja grundsätzlich „weniger ist mehr“.

Wo findet ihr diese Dateien?

wordpress -> wp-content -> themes

Hier findet ihr die vorinstallierten Standard-Themes von WordPress. twentyfifteen, twentysixteen und twentyseventeen – also 2015, 2016 und 2017. Diese themes brauche ich nicht, da ich später mit Divi von elegantthemes arbeiten werde. Also lösche ich hier immer alle drei Ordner.

wordpress -> wp-content -> plugins

Hier findet ihr den Ordner „askimet“ und die Datei „hello.php“. Auch diese beiden Plugins werden von mir nicht benötigt und schon vor der Installation gelöscht.

WordPress installieren - Die vorinstallierten Themes markiert zum löschen
WordPress installieren - Die vorinstallierten Plugins markiert zum löschen

WordPress installieren – Schritt 4: Das Theme hinzufügen. Divi

Als ich vor Jahren mit WordPress anfing, habe ich von einem Freund ein Theme vorgeschlagen bekommen: Divi*. Und ich muss sagen bis heute habe ich keines gefunden, das mir so gut gefallen hat. Warum, wieso und weshalb, darauf werde ich in einem gesonderten Beitrag eingehen.

Diesen Zwischenschritt füge ich hier ein, weil es für mich bequemer und schneller geht. Ihr könnt das Theme natürlich auch später über euer WordPress Dashboard hinzufügen. Ist für mich nur unnötiges Rumgeklicke und ich mag es so lieber. Geht natürlich auch mit jedem anderen Theme.

Wenn ihr noch nicht im Besitz von Divi* seid, könnt ihr hier auf die Seite von elegantthemes navigieren und das nachholen:

Divi WordPress Theme*

Danach müsst ihr das Theme-Paket herunterladen, wie bei WordPress selbst die zip-Datei entpacken und den entpackten Ordner unter wordpress -> wp-content -> themes hochladen (dort wo ihr vorher die anderen Themes gelöscht habt).

Das wars schon.

WordPress installieren - Die Startseite von elegantthemes
WordPress installieren - Der Divi Ordner beim entpacken mit 7-Zip
WordPress installieren - Die Divi Downloadseite
WordPress installieren - Der entpackte Divi Ordner im lokalen Download Ordner
WordPress installieren - Der gezippte Divi Ordner im lokalen Download Ordner

WordPress installieren – Schritt 5: Im WordPress Ordner die wp-config-sample.php finden

Im WordPress Ordner findet ihr nun eine Datei, die da wp-config-sample.php heißt.

WordPress installieren – Schritt 6: wp-config-sample.php mit einem einfachen Texteditor öffnen

Bitte öffnet die wp-sample-config.php mit einem einfachen Texteditor – also Wordpad oder dem Editor, aber NICHT mit Word!

WordPress installieren - wp-config-sample.php öffnen mit einem Texteditor

WordPress installieren – Schritt 7: wp-config-sample.php anpassen

Hier kommen uns unsere Vorbereitungen zu gute und wir können alle benötigten Daten (hier ist die Datenbank gefragt) eintragen, die wir uns vorher erstellt und aufgeschrieben haben. Jetzt müsstet ihr Folgendes sehen (die dick markierten Stellen müssen von euch geändert werden):

Die wp-config-sample.php

/**
* Grundeinstellungen für WordPress
*
* Zu diesen Einstellungen gehören:
*
* * MySQL-Zugangsdaten,
* * Tabellenpräfix,
* * Sicherheitsschlüssel
* * und ABSPATH.
*
* Mehr Informationen zur wp-config.php gibt es auf der
* {@link https://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php wp-config.php editieren}
* Seite im Codex. Die Zugangsdaten für die MySQL-Datenbank
* bekommst du von deinem Webhoster.
*
* Diese Datei wird zur Erstellung der wp-config.php verwendet.
* Du musst aber dafür nicht das Installationsskript verwenden.
* Stattdessen kannst du auch diese Datei als wp-config.php mit
* deinen Zugangsdaten für die Datenbank abspeichern.
*
* @package WordPress
*/

// ** MySQL-Einstellungen ** //
/** Diese Zugangsdaten bekommst du von deinem Webhoster. **/

/**
* Ersetze datenbankname_hier_einfuegen
* mit dem Namen der Datenbank, die du verwenden möchtest.
*/
define(‚DB_NAME‘, ‚datenbankname_hier_einfuegen‚);

/**
* Ersetze benutzername_hier_einfuegen
* mit deinem MySQL-Datenbank-Benutzernamen.
*/
define(‚DB_USER‘, ‚benutzername_hier_einfuegen‚);

/**
* Ersetze passwort_hier_einfuegen mit deinem MySQL-Passwort.
*/
define(‚DB_PASSWORD‘, ‚passwort_hier_einfuegen‚);

/**
* Ersetze localhost mit der MySQL-Serveradresse.
*/
define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‚);

/**
* Der Datenbankzeichensatz, der beim Erstellen der
* Datenbanktabellen verwendet werden soll
*/
define(‚DB_CHARSET‘, ‚utf8‘);

/**
* Der Collate-Type sollte nicht geändert werden.
*/
define(‚DB_COLLATE‘, “);

/**#@+
* Sicherheitsschlüssel
*
* Ändere jeden untenstehenden Platzhaltertext in eine beliebige,
* möglichst einmalig genutzte Zeichenkette.
* Auf der Seite {@link https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ WordPress.org secret-key service}
* kannst du dir alle Schlüssel generieren lassen.
* Du kannst die Schlüssel jederzeit wieder ändern, alle angemeldeten
* Benutzer müssen sich danach erneut anmelden.
*
* @since 2.6.0
*/
define(‚AUTH_KEY‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚SECURE_AUTH_KEY‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚LOGGED_IN_KEY‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚NONCE_KEY‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚AUTH_SALT‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚SECURE_AUTH_SALT‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚LOGGED_IN_SALT‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);
define(‚NONCE_SALT‘, ‚Füge hier deine Zeichenkette ein‚);

/**#@-*/

/**
* WordPress Datenbanktabellen-Präfix
*
* Wenn du verschiedene Präfixe benutzt, kannst du innerhalb einer Datenbank
* verschiedene WordPress-Installationen betreiben.
* Bitte verwende nur Zahlen, Buchstaben und Unterstriche!
*/
$table_prefix = ‚wp_‘;

/**
* Für Entwickler: Der WordPress-Debug-Modus.
*
* Setze den Wert auf „true“, um bei der Entwicklung Warnungen und Fehler-Meldungen angezeigt zu bekommen.
* Plugin- und Theme-Entwicklern wird nachdrücklich empfohlen, WP_DEBUG
* in ihrer Entwicklungsumgebung zu verwenden.
*
* Besuche den Codex, um mehr Informationen über andere Konstanten zu finden,
* die zum Debuggen genutzt werden können.
*
* @link https://codex.wordpress.org/Debugging_in_WordPress
*/
define(‚WP_DEBUG‘, false);

/* Das war’s, Schluss mit dem Bearbeiten! Viel Spaß beim Bloggen. */
/* That’s all, stop editing! Happy blogging. */

/** Der absolute Pfad zum WordPress-Verzeichnis. */
if ( !defined(‚ABSPATH‘) )
define(‚ABSPATH‘, dirname(__FILE__) . ‚/‘);

/** Definiert WordPress-Variablen und fügt Dateien ein. */
require_once(ABSPATH . ‚wp-settings.php‘);

Ich bin mir unsicher – was kann ich tun?

Lasst euch nicht beirren, das sieht komplizierter aus als es ist. Einfach Schritt für Schritt den dicken Text ersetzen. Wenn ihr doch nicht klar kommen solltet, dann lasst mir einen Kommentar da – ich versuche so schnell es geht zu helfen.

WordPress installieren - Die wp-config-sample.php mit WordPad geöffnet

WordPress installieren – Schritt 8: Die geänderte wp-config-sample.php als wp-config.php im WordPress Ordner abspeichern

Nun habt ihr zwei Möglichkeiten: Die wp-config-sample.php könnt ihr einfach in wp-config.php umbenennen. Oder ihr macht eine Kopie und benennt diese um, so dass ihr auch die ursprüngliche Datei noch habt. Ihr könnt die alte Datei, also die wp-config-sample.php ruhig stehen lassen. Falls euch irgendwo ein Fehler unterlaufen ist könnt ihr dann später die alte und die neue Datei abgleichen.

WordPress installieren - wp-config-sample.php in wp-config.php umbenennen

WordPress installieren – Schritt 9: WordPress Ordner über FTP Client übertragen – Client aussuchen

Es gibt einige FTP Clients zur Auswahl. Ich arbiete mit WinSCP. Ihr könnt aber auch zum Beispiel FileZilla nehmen. Die Clients sind kostenlos.

WordPress installieren - Logo von WinSCP
WordPress installieren - Logo von Filezilla

WordPress installieren – Schritt 10: WordPress Ordner über FTP Client übertragen – Anmeldung bei WinSCP

Um euch bei eurem Client anzumelden braucht ihr:

  • Die Art des Übertragungsprotokolls (FTP/SFTP/SCP/WebDAV)
  • Den Rechnernamen
  • Die Portnummer
  • Den Benutzernamen
  • Das Kennwort

Benutzername und Kennwort erstellt ihr selbst, wenn ihr einen FTP-Zugang bei eurem Host einrichtet. Das sollte also kein Problem darstellen. Die Art des Übertragungsprotokolls ist FTP. Die Portnummer (21) war bei mir schon voreingestellt. Der Rechnername ist abhängig von eurem Host. Einfach mal googlen.

WordPress installieren - Die Login Maske von WinSCP

WordPress installieren – Schritt 11: WordPress Ordner über FTP Client übertragen – Die Übertragung

Ich hoffe die Anmeldung hat erfolgreich funktioniert. Jetzt seht ihr 2 Spalten. Auf der linken Seite findet ihr euren Rechner. Auf der rechten Seite euren Webspace.

Jetzt nehmt ihr also den kompletten (!) WordPress Ordner mitsamt der neu erstellten wp-config.php von der linken Seite und zieht ihn auf die rechte Seite (drag & drop). Ihr könnt den Ordner auch links durch Anklicken markieren und dann auf „Hochladen“ klicken. Danach dürftet ihr folgende Ansicht haben:

WordPress installieren - Übertragung des WordPress Ordners auf den Webspace mit WinSCP
Joa und jetzt… Heißt es warten. Je nach dem, wie schnell euer Internet ist, könnt ihr euch jetzt einen Kaffee machen oder mit dem Hund Gassi gehen oder euer Dach neu decken. *hust*

WordPress installieren – Schritt 12: Übertragung fertig? Kurz freuen!

Hat ja jetzt auch lange genug gedauert…

WordPress installieren - Übertragung des WordPress Ordners mit WinSCP abgeschlossen

WordPress installieren – Schritt 13: Die Domain auf den WordPress Ordner auf eurem Webspace umleiten

Auch dieser Schritt muss nicht gleich sein, ich hab es lieber schon erledigt. Warum? Bevor ihr das tut, sehen eure URLs so aus:

www.beispielseite.de/wordpress/beispielbeitrag

Nach der Umleitung sieht das Ganze so aus:

www.beispielseite.de/beispielbeitrag

Erstens sieht es besser aus und man erkennt nicht sofort die WordPress-Seite in der URL. Zweitens kann es euch passieren, dass wenn ihr das nachträglich ändert, eure Medien nicht mehr angezeigt werden.

Wenn ihr Medien (z.B. Bilder) in eure Mediathek hochladet erstellt WordPress für jedes bild eine eigene URL, über die diese Bilder zu erreichen sind. Bevor ihr umleitet, sieht die so aus:

www.beispielseite.de/wordpress/bild.jpg

Nach der Umleitung so:

www.beispielseite.de/bild.jpg

Wenn ihr jetzt aber schon vor der Umleitung Bilder in euren Blog oder eure Seite eingefügt habt, dann werden diese üner eben diesen Link eingebettet www.beispielseite.de/wordpress/bild.jpg und können nach der Umleitung nicht mehr erreicht werden. So müsstet ihr überall manuell das Wort woordpress und einen / rausnehmen – und das nervt.

Wie leite ich meine Domain also um?

Loggt euch bei eurem Anbieter ein und navigiert zu dem Punkt „Domains.

Klickt auf die Domain, um die es geht und ihr solltet irgendwo die Möglichkeit haben diese „umzuleiten“ (kann von Anbieter zu Anbieter abweichen).

Nun aktiviert ihr eine „interne Umleitung“ (manche Anbieter lassen euch vorher intern oder extern auswählen) auf den Ordner wordpress. Das war es schon…

WordPress installieren - Umleiten der Domain auf das WordPress Verzeichnis bei Strato

WordPress installieren – Schritt 14: Installation abschließen

Nun gebt ihr (natürlich nicht ganz genau) diese Adresse in das Adressfeld eures Browsers ein:

www.beispielseite.de/wp-admin/install.php

Dann solltet ihr schon diese Ansicht haben:

WordPress installieren - WordPress Installationsmaske im Browser

Seitentitel: Der Name deines Blogs oder deiner Seite. Vorsicht: Den sehen auch andere später mal!

Benutzername: Hier würde ich dir empfehlen, nicht direkt „admin“ oder sowas zu nehmen. Das macht es „Hackern“ noch einfacher.

Passwort, doppelt: Dürfte klar sein

E-Mail-Adresse: Ich denke das ist auch klar

Privatsphäre: Hier könnt ihr anfangs den Haken setzen. Damit verhindert ihr, dass Suchmaschinen leere oder fehlerhafte Seiten indizieren, solange eure Seite noch im Aufbau ist. Diese Einstellung könnt ihr später unter Einstellungen -> Lesen -> Sichtbarkeit für Suchmaschinen ändern. Das dann aber bitte auf keinen Fall vergessen, sonst habt ihr Probleme mit der Indexierung in Google und das wäre eher suboptimal!

Wenn ihr fertig seid, einfach auf „WordPress installieren“ klicken und als Belohnung erhaltet ihr dann diese Meldung:

WordPress wurde installiert. Falls du mehr Schritte erwartet hast, müssen wir dich leider enttäuschen. Alles fertig! 🙂

Danach solltet ihr auch schon direkt auf die Anmelde-Seite weitergeleitet werden, auf der ihr Benutzername und Kennwort, welche ihr gerade vergeben habt, nochmal eingeben müsst.

WordPress installieren - WordPress Installation abgeschlossen

Ich hoffe, dass diese Anleitung anschaulich, einfach und informativ für euch war. Wenn ihr es geschafft habt, dann würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit WordPress und gutes Gelingen!

*Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links. Das heißt, über die Links generierten Umsatz wird je nach messbaren Erfolg Provision gezahlt.
Mrs.Fox

Mrs.Fox

Webdesignerin & Bloggerin

Ich arbeite nunmehr seit 2013 mit WordPress in Kombination mit Divi und bin nach wie vor begeistert. Und ich bin der Meinung, dass mit ein wenig Fleiß und guten (!) Tutorials auch Du Deinen Weg in der digitalen Welt gehen kannst. Dabei möchten wir Dir helfen!

Cheers!